Reiner Mathar, Leiter Vernetzungsstelle Schulverpflegung Hessen
Die Schulverpflegung befindet sich gegenwärtig in einem starken Umbruch. Dies ergibt sich einerseits aus der Einführung von G8 und andererseits durch gesellschaftliche Veränderungen. Viele Kinder haben zu Beginn des Unterrichts nicht gefrühstückt und bringen keine ausreichende Zwischenverpflegung mit. Zudem bietet der Ganztagsunterricht kaum Möglichkeit für ein gemeinsames Essen im Rahmen der Familie. Durch diesen Wandel haben Schulen heute neben der Institution Familie eine wichtige Rolle. Dabei geht es nicht nur um die Verpflegung und die Ernährungserziehung, sondern auch um den Aspekt des Wohlfühlens. Neben der Qualität und Attraktivität des Essens spielen auch die Faktoren Gemeinschaft, Entspannung und Kommunikation eine wichtige Rolle hinsichtlich der Akzeptanz der Schulmensa. Dies wird bei der Planung und beim Bau viel zu oft außer Acht gelassen. Daraus resultiert, dass die Schüler Mensen oft als zu laut und ungemütlich empfinden, die Möbel unbequem sind und nicht zum Verweilen einladen, die Pausen zu kurz oder die Schlange an der Essensausgabe zu lang sind. Wer zu einem stimmigen Konzept kommen will, sollte all diese Faktoren berücksichtigen und auch die Schüler, Eltern und Lehrer in die Planung mit einbeziehen. |
|
Je nach Wünschen und Bedürfnissen der Schüler können ganz unterschiedliche Elemente den Wohlfühlcharakter einer Mensa prägen.
- Lärmschutzelemente
- Getrennte Räumlichkeiten für jüngere und ältere Schüler
- Stehtische und Sitzmöglichkeiten
- Musik
- Farbliche Akzente
- Dekorationselemente
- Bequeme Möbel
- Geräuscharme Möbel
- Chillout-Zone
- Spiel-Zone
|